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Poems, Words & Lyrics by Johannes Strom

Sternenklar

Sternenklar seh ich dich vor mir
Und es wird bitterkalt
Funkelnde Illusion
der Mond lacht mich aus
Und ich fühl mich bitteralt

Rot Grüne Signale
hinterlassen Spuren am Himmel
auf See und in mir
Wo bist du
nicht nur wenn ich dich brauche
Bin ich bei dir

Unsere Bäume sterben
wie Arterien und Venen
Ohne Blutkörperchen
Sauerstoffnot
und erfrorene Tränen
Die Zeit bleibt nicht stehen

Wenn ich mit dir rede, dann sieh mich an
Sieh mir ins Gesicht und sag mir dann
von ganzem Herzen
gebrochenen Herzens
Ich liebe nur mich

zweitausendelf

zweitausendelf
vergangene Tage
erfüllt von Hoffnung
und manchmal auch Plage
redselige Stunden
unsägliche Meilen
kilometertiefe Wunden
die nie wieder heilen

zweitausendelf
gelassene Taten
gegen die Wut
und für das Warten
für die Geschichte
und für die Träume
abertausend Gedichte
und wachsende Bäume

zweitausendelf
verschiedene Freunde
geöffnete Türen
verlassene Räume
unpassende Orte
verpasste Worte
verschenkte Momente
von Anfang bis Ende

zweitausenelf
ertrunkene Gedanken
enttäuschte Gefühle
geschlossene Schranken
Wolken am Himmel
Vögel in Scharen
und sie erzählen
wo wir schon waren

zweitausendzwölf
bevorstehende Tage
erfüllt von Hoffnung
und manchmal auch Plage
redselige Stunden
unsägliche Meilen
kilometertiefe Wunden
die nie wieder heilen

in meiner Stille

unsere Worte scheinen tot
es scheint verdammt lang her zu sein
und da wo du auch immer wohnst
leb ich schon lang nicht mehr allein

wir hatten uns damals versprochen
unser Schweigen nie zu brechen
jeder hatte sich verkrochen
um am Schweigen zu zerbrechen

und aus all den tausend Scherben
hab ich ein Mosaik gebaut
und du kannst dich darin sehen
ich seh ein Puzzle deiner Haut

deine Bilder mit meinen Farben
deine Ängste und meine Narben
deine Augen durch meine Brille
und du schläfst tief in meiner Stille

zähl die Lieder und zähl die Nächte
zählt die Antwort? zählt das Echte?
zählt was kommt, oder was war?
das ist mir alles nicht ganz klar

und wenn ich wieder weiter geh
und wenn ich wieder weiter seh
wohin das ganze weiter führt
bleib ich von dir weiter berührt

zähl die Lieder und zähl die Nächte
zählt die Antwort? zählt das Echte?
zählt das alles überhaupt
auch wenn keiner daran glaubt

Auf nimmer wiederhören

Du willst immerzu nur reden
Zuhören hast du nie gelernt
Du erzählst aus deinem Leben
Daraus hast du mich entfernt

Willst die Wahrheit nicht mal wissen
Und hältst dich für superschlau
Die Verbindung abgerissen
Zwischen Herz und Tagesschau

Du willst immerzu nur nehmen
Doch wann nimmst du dir mal Zeit
Zu verzeihen und zu vergeben
Manchmal tust du mir nur Leid

Manchmal möcht ich von dir wissen
Warum du Anderen nichts gönnst
Geht’s dir wirklich so beschissen
dass du nur dich selbst verwöhnst

Sag mir wohin soll das führen
Wenn nicht nirgendwo mehr hin
Deine Missgunst kann ich spüren
Ganz egal wo ich auch bin

Sag mir wer soll das verstehen
Wenn nicht keiner von uns beiden
Meine Seele kann man sehen
Deine muss sich erst noch zeigen

Und wenn du mich wieder anrufst
versuchst mir irgendwas zu schwören
Werd ich drei Worte zu dir sagen
Auf nimmer wiederhören

so verändert

Wie das Ying ohne Yang
Wie die Kutsche ohne Gespann
Wie der Brief ohne Marke
Wie der Joker ohne Karte

fühl ich mich dann
so fühlt es sich an

Wie das Meer ohne Wellen
Wie der Hund ohne Bellen
Wie das Flugzeug ohne Flügel
Wie die Kleider ohne Bügel

zerknitterndes quälen
zerknittertes quälen 

ohne dich
bin ich nichts und überall
ohne dich 
schlägt mein Herz mit Überschall
ohne dich
komm ich nicht mehr aus mir raus
ohne dich 
sieht alles so verändert aus

so verändert aus
so verändert ausser dir
sich meine Welt
ganz tief in mir 

Wie der Wald ohne Tiere
Wie das Blut ohne Niere
Wie das Portrait ohne Gesicht
Wie der Spiegel ohne Licht

seh ich dich nicht
siehst du mich nicht

Wie der Atem ohne Luft
Wie Parfüm ohne Duft
Wie das Leben ohne Ziel
Wie die Regeln ohne Spiel

ein beschissener Stil
was für ein beschissener Stil

ohne dich
bin ich nichts und überall
ohne dich 
schlägt mein Herz mit Überschall
ohne dich
komm ich nicht mehr aus mir raus
ohne dich 
sieht alles so verändert aus

so verändert aus
so verändert ausser dir
sich meine Welt
ganz tief in mir 

Wie das Segel ohne Wind
Wie die Mutter ohne Kind
Wie der Baum ohne Blätter
Wie die Not ohne Retter

verängstigt und blind
beängstigend blind 

ohne dich
bin ich nichts und überall
ohne dich 
schlägt mein Herz mit Überschall
ohne dich
komm ich nicht mehr aus mir raus
ohne dich 
sieht alles so verändert aus

so verändert aus
so verändert ausser dir
sich meine Welt
ganz tief in mir  

Schwerelosigkeit

ich such nach Worten
die dich beschreiben
ich such nach Menschen
die für immer bleiben

ich such nach Nächten
die niemals enden
ich such nach Narben
in meinen Händen

ich finde einfach keine Ruh’
und schau mir selber dabei zu
kannst du mir bitte erklären
warum du! warum du? 

ich such nach Sehnsucht
die nie vergeht
ich such nach Freundschaft
die mich versteht

ich such nach all den Träumen
die man vergisst
ich such nach den Momenten
die man vermisst

ich finde einfach keine Ruh’
und schau mir selber dabei zu
kannst du mir bitte erklären
warum du! warum du?

ich such nach zarten Bäumen
mit dicken Rinden
ich such nach alten Zäunen
die bald verschwinden

ich such nach Schwerelosigkeit
dem lebendigen Beweis

ich finde einfach keine Ruh’
und schau mir selber dabei zu
kannst du mir bitte erklären
warum du! warum du?

We might not be perfect, but in some parts we are fantastic.

Johannes Strom

Schwarze Wellen

wiegend schläft einzig der eiserne Riese
des Nachts geleitet ihn nur noch der Schimmer
die von weichen Kronen umhüllte surreale Stadt
man meint immer wieder sie bewege sich nimmer

am Horizont ahnt man einen Stern entstehen
er geht sanft heimlich auf und wieder unter
kommt man ihm näher bleibt er stets fern gesehen
kein Himmelskörper leuchtete je bunter

wäre nicht das Geräusch der sich brechenden Wellen
man glaubte es wäre das schwerelose All
nirgends ein Indiz für die bodenlose Erde
all die Welt nur ein tiefschwarzer Wasserball

Backbord leuchtet der Mond gemächlich gelb
von Traubenwolken hin und wieder vergraut
man fragt sich sehr oft wer dort wohnt
und beobachtet wie man sich selbst beschaut

ein salziger Film, die Brise trocknet die Reling
man kratzt, man fährt ihn hin und wieder
läuft Kilometermeilen in Tiefseestiefeln
und der Ozean trocknet die Lieder

und manchmal wenn die Spiegelungen sich weben
tanzen die schwarzen Wellen dahin
man sieht sie so rythmisch vorbeiziehen
doch ein Muster der Schwingung sucht man vergeblich darin

verstrick dich

Kisten türmen sich
Gedanken stürmen mich
Musik verzaubert dich
das Meer erobert mich

Gesichter sehen sich 
Gefühle erwidern mich
Probleme ergeben sich
Situationen lösen dich

Geschichten erzählen sich
Unfassbares erklärt mich
Bedeutsames wiederholt sich
Zufall, verstrick dich

fence and prosperity

am I me
or am I you
is that real
or is that true

does it matter
or even worse
will it get better
a lack full of purse

can we ever prove
sense and sensitivity
will we bore to move
fence and prosperity

what is behind
what was before
are we so blind
do we adore